
Über uns
Der Osterchorsteinway wurde 1989 von Manfred Seidl gegründet, der bis dahin
musikalischer Leiter der Bremer Chorwerkstatt war. Manfred Seidl ist hauptberuflich
Musiklehrer in Ganderkesee, was zu häufiger Zusammenarbeit mit dem dort von
ihm aufgebauten Schulchor geführt hat. Eigene Vertonungen zu Texten von
G. Eich, B. Brecht, E. Fried und anderen waren Bestandteil sowohl der Programme
der Chorwerkstatt als auch des Osterchorsteinway. - Der zunächst etwas
gewöhnungsbedürftige, inzwischen aber vielen geläufige Name des Chores
übrigens erklärt sich aus einem Wortspiel mit dem Namen der Straße
Ostertorsteinweg, dem Zentrum des Viertels, dem sich der Chor verbunden fühlt.
Das musikalische Programm reicht von der Renaissance bis zu Uraufführungen
moderner Komponisten, es umfasst Lieder, Oratorien, Geistliche Musik und
auch Szenische Aufführungen; als Repertoire-Stück vor allem den
Canto General von Mikis Theodorakis. Wiederentdeckungen waren dabei
(Gouvy, Radziwill), aber auch klassische Höhepunkte der Chorliteratur
(Bach, Brahms). Das weitgespannte Programm spiegelt vor allem die vielfältigen
Interessen Manfred Seidls wider.
Neben den eigenen jährlichen Konzerten ergaben sich die Zusammenarbeit
mit anderen Chören, z.B. dem Luisenstädter Vokalensemble in Berlin,
und Auftritte wie z.B. bei der Verleihung des Georg-Elser-Preises in Bremen.
Der Osterchorsteinway ist kein politischer Chor in dem Sinne, dass er die
Auswahl des Programms von der politischen Aussage abhängig macht - wohl
aber in dem Sinne, dass er Initiativen durch Teilnahme an Solidaritätskonzerten
unterstützt („Brücke der Hoffnung” ; Amnesty International).
Wir sind ein Laienchor, der von seinen Mitgliedern keine Gesangsausbildung
erwartet - wohl aber Interesse und Bereitschaft, sich musikalischen Ansprüchen
zu stellen. Die Erarbeitung eines Programms erfolgt in den wöchentlichen
Chorproben, den monatlichen Stimmproben (in den Schulferien pausieren wir!)
und den zweimal im Jahr stattfindenden Chorwochenenden (Freitagabend bis Sonntagmittag).
Die regelmäßige und konzentrierte Teilnahme an dieser Probenarbeit
ist die Voraussetzung dafür, dass ein den Ansprüchen der Sängerinnen
und Sänger (und des Dirigenten!) entsprechender Chorklang entsteht,
der dann zu einer als gelungen genossenen Aufführung beitragen kann. - Was,
zugegeben, nicht immer, aber häufig genug doch eingetreten ist.